Fibermaxxing ist auf Instagram und Co. gerade stark im Trend. Dahinter steht ganz einfach, mehr Ballaststoffe in den Alltag zu integrieren. Das ist tatsächlich sinnvoll. Doch solltest du dich dabei ganz nach den Empfehlungen der Influencer richten?

Was bedeutet Fibremaxxing?

Der Begriff Fibermaxxing setzt sich aus dem englischen Wort fiber für Ballaststoffe und maxing, dem gezielten verbessern oder maximieren zusammen. Gemeint ist also, den Ballaststoffanteil in deiner Ernährung ganz bewusst zu erhöhen. Das ist sinnvoll, denn der Großteil der Deutschen schafft es nicht auf die empfohlene Menge von 30 g Ballaststoffen pro Tag.

Das soll jedoch nicht bedeuten, von jetzt auf gleich bis zu 100 g Ballaststoffe am Tag zu dir zu nehmen oder möglichst viele Ballaststoffe auf einmal zu essen. Vielmehr geht es darum, regelmäßig ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen auf den Speiseplan zu setzen. So kann dein Körper langfristig von den vielen positiven Wirkungen der Ballaststoffe profitieren.

Warum sind Ballaststoffe so wichtig?

Obwohl Ballaststoffe vom menschlichen Körper nicht vollständig verdaut werden können, leisten sie einen wichtigen Beitrag für deine Gesundheit.

Sie können:

  • deine Verdauung unterstützen,
  • dich länger satt halten,
  • deinen Blutzucker nach dem Essen stabilisieren,
  • deine Darmbakterien mit für sie wertvolle Nahrung versorgen,
  • und langfristig das Risiko für verschiedene Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.

Wenn du nun also mit dem Fibermaxxing beginnen möchtest, gilt es etwas zu beachten: Steigere dich nur langsam. Auch wenn Ballaststoffe gesund sind, bedeutet das nicht automatisch, dass mehr immer besser ist.

Wenn du bisher eher ballaststoffarm gegessen hast und deine Zufuhr von heute auf morgen stark erhöhst, kann es zu Blähungen, Bauchschmerzen oder einem unangenehmen Völlegefühl kommen. Denn dein Darm und dein Mikrobiom brauchen etwas Zeit, um sich an die neue Ernährung anzupassen.

Deshalb gilt es deine Ballaststoffzufuhr nur Schritt für Schritt zu erhöhen. Wichtig ist dabei auch, genügend Wasser zu trinken, damit wasserlösliche Ballaststoffe gut quellen können. Möchtest du mehr über die Ballaststoffe wissen, lies unseren Artikel Wieso-sind-ballaststoffe-so-gesund.

Ballaststoffe findest du nicht nur in Vollkornprodukten. Je vielfältiger du isst, desto mehr Ballaststoffe nimmst du auch auf.

Kleine Veränderungen mit großer Wirkung

Du musst deine Ernährung nicht von einem auf den anderen Tag komplett umstellen, um mehr Ballaststoffe zu dir zu nehmen. Setze dir kleine Ziele und nimm dir diese Stück für Stück vor. Beispiele können sein:

  • Baue täglich eine Portion Gemüse zusätzlich ein.
  • Tausche Weißbrot gegen Vollkornbrot.
  • Starte den Tag mit Haferflocken statt süßen Cornflakes.
  • Ergänze dein Mittag- oder Abendessen regelmäßig um Hülsenfrüchte.
  • Integriere jede Woche ein oder zwei neue ballaststoffreiche Lebensmittel.
  • Iss Obst als Ganzes anstatt im Smoothie oder als Saft.

Viele dieser kleinen Veränderungen summieren sich ganz automatisch zu einer deutlich höheren Ballaststoffzufuhr.

Wie hilft dir die myFoodDoctor-App?

Neue Gewohnheiten entstehen am besten Schritt für Schritt. Das ist auch der Ansatz der myFoodDoctor-App. Möchtest du ganz nach dem fibremaxxing deine Ballaststoffzufuhr angehen, siehst du nach drei Tagen Tagebuchführen im Optimierungsbereich Ballaststoffe auf einen Blick, wie viele Ballaststoffe du in den vergangenen Tagen aufgenommen hast und kannst dir ein Ziel stecken. So bekommst du im Tab ‚Methoden‘ praktische und alltagstaugliche Tipps und Tricks, mit denen du deine Essgewohnheiten nachhaltig verändern kannst. So wird aus einem Ernährungstrend eine langfristig gesunde Gewohnheit.

Fazit

Nicht alle gehypten Ernährungstrends im Internet sind Nonsens oder Unsinn, mit der richtigen Umsetzung kann das Fibremaxxing einen echten Beitrag zu einem gesunden Leben leisten. Dabei helfen kann dir die myFoodDoctor-App und deren Optimierungbereich ‚Ballaststoffe‘. Darüber kannst du deine Ballaststoffaufnahme einfach im Blick behalten, realistische Ziele setzen und deine Ernährung Schritt für Schritt ganz ohne Verzicht oder Überforderung verbessern.