Karina kennt den ganz normalen Wahnsinn mit dem Familienalltag, Beruf, Stress und dem leidigen Problem Ja zu sagen, wenn man Nein meint… Doch mit einem Warnschuss und der myFoodDoctor-App krempelt sie einmal alles um.

Erst die Bequemlichkeit

All die alltäglichen Probleme führten wohl in den letzten Jahren dazu, dass sich mein BMI im Bereich von knapp unter 40 einpegelte. Immerhin: er machte es sich bequem, so bequem, dass er sogar zum Steigen fast zu faul war. Zu ihm gesellte sich dann noch mein innerer Schweinehund und fertig war das perfekte Gespann für viel zu viele Wohlstandskilos. Außer der jährlichen Fastenwoche gab es kaum Einschränkungen auf meinem Speiseplan. Gegessen wurde, worauf die Familie Lust hatte. Fastfood, Süßes… alles, was das Herz begehrte.

Dann der nötige Warnschuss

Das richtige Unwohlsein stellte sich dann erst ganz leise Anfang des Jahres 2025 ein. Irgendetwas stimmt nicht. Das Kopfkino begann: Diabetes? Gestiegener Bluthochdruck? Fettleber? Arbeitet meine Bauchspeicheldrüse überhaupt noch richtig? 

Mitte des Jahres waren die Zeichen dann kaum noch zu ignorieren. Der Blutdruck in Ruhe bei 160/100 – der Gang zum Arzt war unumgänglich. Es folgte eine Umstellung der Medikation und eine Blutabnahme, um die ich mich 19 Jahre gekonnt gedrückt hatte. 

Das Ergebnis: beginnender Diabetes mit einem Blutzuckerlangzeitwert von 6,2. Die Ärztin war absolut verständnisvoll und beruhigte mich, weil ich da „jetzt zukünftig eine Tablette einnehmen muss und dann wird das schon. Ist ja noch nicht dramatisch, hat seine Ursache aber ganz klar in der Ernährung.“ 

Das Bild meiner Mutter vor mir, die seit Jahrzehnten Insulin spritzt und sich mit den üblichen Verdächtigen wie Gewichtszunahme, Unterzuckerung und ständiger Kontrolle plagt, waren Antrieb und Warnung gleichzeitig.

Bis zum Tatendrang

Also gesagt, getan! Das Rezept für Metformin lehnte ich ab, versprach aber, in spätestens drei Monaten wieder zur Blutabnahme auf der Matte zu stehen, abzunehmen und mein Leben einmal auf Links zu drehen. Sollte ich das Ruder dann nicht herumgerissen haben, werde ich brav auch diese Tablette einnehmen. 

Mein neuer Alltag begann zunächst mit drei Hafertagen. Nicht schön, aber sehr hilfreich. Danach reaktivierte ich meine myFoodDoctor-App, einfach zur Orientierung: Was esse ich, was fehlt noch, wo justiere ich nach? Ich begann mich fast täglich zu bewegen: Spazieren gehen, Schwimmen, Rad fahren. 

Konsequent wurden Weizenmehl und Industriezucker vom Speiseplan verbannt und es fehlt mir an nichts. Im Gegenteil, neue Rezepte und Geschmacksrichtungen zu testen, machen mir unheimlich Spaß und auch die Familie findet Gefallen daran.

Nun können sich Körper und Geist wieder wohlfühlen

Nach nun 3,5 Monaten stehen 16,3 kg weniger auf der Waage; das gestiegene Selbstwertgefühl wiegt um einiges mehr. Ich bin stolz auf das, was ich schon erreicht habe und es soll nicht das Ende sein. Gesunde Ernährung macht Spaß!

Und die Blutwerte? Nach drei Monaten ist alles tutti paletti, kein Diabetes mehr erkennbar. Der Blutdruck muss weiterhin behandelt werden, gut Ding will halt Weile haben… Und das habe ich allein geschafft.

Im Sprechzimmer meiner Hausärztin steht ein Spruch: „Tu deinem Leib etwas Gutes, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ von Teresa von Ávila. Und genau das habe ich getan. Ich spüre, dass meine Seele jetzt wieder gern in meinem Körper wohnt, weil ich ihr Gutes tue.

Karina, 46