Ein strahlendes Lächeln ist nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch ein Zeichen für eine gute Zahngesundheit. Während regelmäßiges Zähneputzen und Zahnarztbesuche von entscheidender Bedeutung sind, wird oft übersehen, dass auch unsere Ernährung einen maßgeblichen Einfluss auf die Gesundheit der Zähne hat. In diesem Blogartikel werfen wir einen Blick auf die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Zahngesundheit und geben wertvolle Tipps, wie du durch eine ausgewogene Ernährung ein strahlendes Lächeln von innen heraus erreichen kannst.

Wie ist ein Zahn aufgebaut?

Zuerst einmal ist es wichtig zu wissen, wie deine Zähne überhaupt aufgebaut sind. Die äußerste und sichtbare Schicht der Zahnkrone ist der Zahnschmelz. Dieser bedeckt und schützt das Zahnbein (Dentin) und dieses das darunter liegende Zahnmark.

Um den besten Schutz gewährleisten zu können, besteht der Zahnschmelz zum Hauptteil aus einem Mineral namens Hydroxylappatit, das wiederum zum Großteil aus Phosphat besteht. Zu den Bestandteilen des Zahnschmelzes kommen aber noch weitere mineralische Verbindungen und somit Calcium, Magnesium und Natrium. Damit ist der Zahnschmelz die härteste Substanz deines Körpers. Doch so stabil der Zahnschmelz auch ist, gegenüber Säuren ist der Hauptbestandteil, das Phosphat, empfindlich und löslich. Das Angreifen dieser Mineralschicht nennt sich Demineralisierung. Doch zur Demineralisierung gibt es auch eine Umkehr, die Remineralisierung – das Einbauen der Mineralstoffe.

Die stärksten Gegner des Zahnschmelzes: Zucker und Säuren

Der offensichtlichste oder bekannteste Feind der Zahngesundheit ist Zucker. Doch der größte Gegenspieler des härtesten Materials des Körpers sind die bereits angesprochenen Säuren. Diese kommen über sauer schmeckende Lebensmittel wie Zitrusfrüchte oder Essig, aber auch durch süß schmeckende Lebensmittel wie Fruchtsäfte oder Cola. Diese dort enthaltenen Säuren demineralisieren den Zahnschmelz und führen so zum Verlust der Substanz. Die gefährlichste Säure ist aber die Magensäure. Musstest du dich erbrechen, trink danach genug Wasser, um die Magensäure wieder aus dem Mund zu spülen.

Zucker führt indirekt auch zu Säuren, indem der übermäßige Konsum von zuckerhaltigen Lebensmitteln und Getränken zur Bildung von Plaque, einem Zahnbelag, führt. Im Plaque bildet Zucker den Nährstoff für die schädlichen Bakterien im Mundraum, die dann besagte Säuren produzieren und den Zahnschmelz angreifen. Auf Dauer entsteht so Karies. Daher ist es ratsam, den Konsum von zuckerhaltigen Snacks und Limonaden zu reduzieren und stattdessen auf zuckerfreie Alternativen zurückzugreifen.

Das 3-Mahlzeiten-Prinzip für deine Zahngesundheit

So gesund du auch isst, in jedem Essen wird sich etwas verbergen, dass deine Zähne angreifen kann. Doch das ist kein Problem, wenn deine Zähne nicht durch ständiges ungesundes Snacken unter ‚Dauerbeschuss‘ stehen. Denn dein Speichel enthält Mineralstoffe, die deinen Zahnschmelz remineralisieren – ihn sozusagen wieder aufbauen. Dafür braucht es jedoch entsprechend lange Zeit. Lass also zwischen deinen Mahlzeiten Pausen von mindestens 3 Stunden. Das 16:8-Fasten eignet sich somit auch gut, um deine Zähne zu schützen. Zusätzlich hilft es, Wasser während des Essens und im Anschluss zu trinken, um die Säurebildung zu vermindern und schädliche Bakterien wegzuspülen.

Konstantes Trinken von säurehaltigen Säften und Softdrinks sorgt für ein dauerhaft saures Mileu im Mund und lässt dem Speichel wenig Chance zur Remineralisierung.

Die Bedeutung von Calcium und Phosphat für die Zahngesundheit

Calcium und Phosphat sind essentielle Nährstoffe für die Gesundheit unserer Zähne. Um sicherzustellen, dass du ausreichend mit diesen Mineralstoffen versorgt wirst, solltest du calciumreiche und phosphatreiche Lebensmittel in deine Ernährung einbauen. Bei Calcium fällt dir natürlich als erstes Milch, Käse und Joghurt ein. Doch auch pflanzliche Lebensmittel wie grünes Gemüse und Kräuter, z.B. Spinat, Brokkoli, Kresse, Petersilie und Rucola, aber auch Nüsse und Samen sind reich an Calcium. Eine sehr gute Calciumquelle ist auch Mineralwasser.

Phosphor oder phosphatreiche Nahrungsmittel gelten eigentlich als ungesund, da Phosphor vielen Fertiggerichten zugesetzt wird. In zu hohem Maß aufgenommen, kann es durch Phosphat auch zu gesundheitlichen Schäden kommen. Doch in gewissen Mengen ist Phosphat wichtig und nützlich, wie für die Zähne. Proteinhaltige Lebensmittel wie Fisch, mageres Fleisch und Eier sind von Natur aus reich an Phosphat. Durch die Eiweiße lässt sich das Phosphat besser aufnehmen. Aber auch in Hülsenfrüchten, Pilzen, Nüssen und Kakao ist Phosphat enthalten, davon nimmt dein Körper jedoch weniger auf.

Fluorid ist ebenfalls sehr nützlich für das Verhindern von Karies. Dieser Mineralstoff ist auch in nahezu allen Lebensmitteln enthalten, nur eben in sehr geringen Mengen. Daher solltest du immer Zahnpasta mit Fluoridzusatz benutzen. Wenn du mehr über Fluorid wissen möchtest und ob du es vielleicht supplementieren solltest oder es dann eher schädlich wirkt, erfährst du in: Welche-Supplemente-sind-sinnvoll.

Die Rolle von Vitaminen für die Zahngesundheit

Vitamine und Antioxidantien spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Zahngesundheit. Vitamin C, zum Beispiel, stärkt das Zahnfleisch und reduziert das Risiko von Zahnfleischerkrankungen. Außerdem wirkt es antioxidativ und fördert die Wundheilung. Es findet sich in Zitrusfrüchten, Paprika und Brokkoli. Vitamin D wiederum ist essentiell für die Aufnahme von Calcium und fördert die Knochengesundheit, einschließlich deiner Zähne. Dieses kannst du durch Sonnenlicht oder nach ärztlicher Absprache über ergänzende Präparate aufnehmen.

Gesunde Lebensmittel für deine Zahngesundheit

Hältst du das 3-Mahlzeiten-Prinzip oder Fasten noch nicht ganz durch, ist der Griff zu gesunden Snacks eine gute Alternative. Damit kannst du nicht nur deine allgemeine Gesundheit fördern, sondern auch einen positiven Einfluss auf deine Zahngesundheit nehmen. Hier sind einige Empfehlungen für zahngesunde Snacks.

Rohkost

Möchtest du zwischendurch etwas knabbern, dann greif zu knackigem Gemüse als Rohkost wie Karotten, Kohlrabi, Sellerie oder Paprika. Diese enthalten viele Ballaststoffe und regen den Speichelfluss an, der dabei hilft, schädliche Säuren zu neutralisieren. Außerdem reinigst du damit schon etwas mechanisch die Zahnzwischenräume, massierst dein Zahnfleisch und regst dessen Durchblutung an.

Joghurt und Käse

Joghurt und Käse sind reich an Calcium und Probiotika, die die Zahngesundheit und das Zahnfleisch unterstützen. Wähle dafür ungesüßten Joghurt und nutze Haferflocken, frisches Obst und Nüsse, um ein gesundes Frühstück zu erhalten. Käse ist ebenfalls eine gute Wahl, da er reich an Calcium und Phosphat ist, die den Zahnschmelz stärken und die Remineralisierung fördern.

Ein Stück Käse als Dessert ist nach dem Essen besser als direktes Zähneputzen. So remineralisierst du deine Zähne, anstatt den angegriffenen Zahnschmelz wegzuputzen.

Nüsse und Samen

Mandeln, Walnüsse, Chiasamen und Leinsamen sind nicht nur gute Quellen für gesunde Fette, sondern auch reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Sie helfen, den Speichelfluss anzuregen und bieten eine knusprige Alternative zu zuckerhaltigen Snacks.

Vollkornprodukte

Vollkorngetreide wie Haferflocken, Vollkornbrot oder Vollkornnudeln sind reich an Ballaststoffen und müssen gut gekaut werden. Dazu enthalten sie Calcium, das die Remineralisierung fördert. Daher fördern sie die allgemeine Gesundheit und reduzieren gleichzeitig das Kariesrisiko.

Wasser

Die beste Wahl für die Zahngesundheit ist immer noch Wasser. Es spült Speisereste und Säuren weg, hält den Mund feucht. Verzichte daher auf zuckerhaltige Getränke und wähle stattdessen lieber Wasser als Durstlöscher. Dabei kannst du auch zu Sprudelwasser greifen. Denn das zugesetzte CO2, das im Wasser zur Kohlensäure wird, gelangt schnell auch wieder in seine Ursprungsform. So greift es nicht den Zahnschmelz an wie z.B. Zitronen- oder Phosphorsäure aus Limonaden und Softdrinks.

Fazit

Neben dem Zähneputzen und regelmäßigen Besuch beim Zahnarzt, ist eine ausgewogene Ernährung entscheidend für deine Zahngesundheit. Wenn du den Konsum von zuckerhaltigen Lebensmitteln und Getränken einschränkst, calcium- und phosphatreiche Lebensmittel zu dir nimmst, auf ausreichende Vitamine achtest und zahngesunde Snacks wählst, schaffst du beste Voraussetzungen für ein schönes starkes Lächeln.

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