Über sechs Millionen Menschen in Deutschland haben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts Diabetes mellitus. 90 Prozent davon leiden an Diabetes mellitus Typ 2 [1], [2]. Neben Übergewicht und Bluthochdruck zählt diese Stoffwechselkrankheit zu den Volkskrankheiten. Doch wieso haben immer mehr Menschen mit Diabetes zu kämpfen?

Eine falsche Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel erhöhen das Risiko für Typ-2-Diabetes. Die Entstehung von Diabetes mellitus Typ 1 hingegen wird durch genetische Veranlagungen begünstigt. Während Typ-1-Diabetes nicht heilbar ist, zeigen Studien bei Typ-2-Diabetes das Gegenteil: Betroffene mit einem Diabetes mellitus Typ 2 können mit der richtigen Ernährung und medizinischen Unterstützung ihre Erkrankung heilen!

Was ist Diabetes mellitus – die Zuckerkrankheit?

Der Begriff „Diabetes mellitus“ stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet so viel wie honigsüßer Durchfluss. Die Zuckerkrankheit wurde in der Antike anhand der Süße des Urins festgestellt. Heutzutage diagnostizieren Ärzte sie anhand von Blutzuckerwerten, dem Langzeitblutzucker (HbA1c) und Bauchspeicheldrüsen-Parametern.

Diabetes mellitus beschreibt eine Erkrankung des Zuckerstoffwechsels, bei der die Bauchspeicheldrüse nicht so funktioniert, wie sie sollte. Dieses Organ produziert, wenn es gesund ist, das Hormon Insulin, das den Blutzucker reguliert. Das wiederum transportiert die in Zucker aufgespaltenen Kohlenhydrate (Glukosemoleküle) über den Blutkreislauf in die Körperzellen, um sie mit Energie zu versorgen. Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel wieder.

Bei Diabetes gibt es zwei Ausgangssituationen: Die Bauchspeicheldrüse bildet entweder gar kein Insulin oder nur geringe Mengen, die kaum Wirkung zeigen. Somit kann der Blutzuckerspiegel nicht sinken und bleibt erhöht [1], [3].

Wie hoch sollte mein Blutzucker sein?

Gesunde Menschen haben in der Regel nach dem Essen einen Blutzuckerwert um die 100 bis 140 mg/dl. Im nüchternen Zustand liegt er unter 100 mg/dl.
Ein Nüchternwert von über 126 mg/dl kann auf einen Diabetes hindeuten [3].

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Welche Typen von Diabetes mellitus gibt es?

Es gibt vier unterschiedliche Formen von Diabetes mellitus. Die häufigsten Formen sind Typ-1- und Typ-2-Diabetes. Während Typ-1-Diabetes einen absoluten Insulinmangel beschreibt, liegt bei einem Typ-2-Diabetes ein relativer Insulinmangel vor. Das heißt: Bei einem Typ-1-Diabetes bildet die Bauchspeicheldrüse gar kein Insulin mehr, bei einem Typ-2-Diabetes bildet sie nur geringe Mengen bzw. das Insulin zeigt kaum Wirkung. 

Ein Typ-3-Diabetes ist eine Sammelbezeichnung von unterschiedlichen genetischen Besonderheiten und Vorerkrankungen, die einen Diabetes begünstigen. Typ-4-Diabetes ist der Schwangerschaftsdiabetes bzw. Gestationsdiabetes [3], [4].

Welche Ursachen hat Diabetes?

Je nach Diabetes-Typ spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle in der Entstehung. Ein Typ-1-Diabetes, der vorwiegend im Kindes- und Jugendalter auftritt, ist meist die Folge einer genetischen Veranlagung. Es kommt zu einer Autoimmunreaktion: Das Immunsystem greift die Bauchspeicheldrüse an und zerstört die Insulin bildenden Zellen. Typ-1-Diabetes kann auch die Folge von Erkrankungen wie Hashimoto sein. 

Ein ungesunder Lebensstil erhöht das Risiko für Typ-2-Diabetes. Dazu zählt eine ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und ein erhöhter Nikotin- und Alkoholkonsum. Gewisse Vorerkrankungen wie eine Fettleber oder Vorkommen von Diabetes in der Familie erhöhen ebenfalls das Risiko.

Wenn einige dieser Kriterien auf dich zutreffen, solltest du regelmäßig deinen Blutzuckerspiegel überprüfen. Das kannst du in Apotheken oder in Arztpraxen erledigen lassen. Wenn die Blutzuckerwerte langfristig entgleisen, steigt das Risiko von Nervenschäden in den Füßen und Augen, ebenso das Risiko von Schlaganfällen und Nierenschäden.

Wie kann man Diabetes behandeln?

Die Therapie richtet sich nach dem Diabetes-Typ. Menschen mit Typ-1-Diabetes sind ihr Leben lang auf eine Insulintherapie angewiesen und spritzen sich das Hormon mit Pens oder Pumpen. Typ-2-Diabetiker hingegen müssen gegebenenfalls Medikamente einnehmen und sollten ihren Lebensstil ändern. In vielen Fällen konnte eine Therapie die Krankheit sogar heilen. Wichtig ist es auch, die Begleiterkrankungen mitzubehandeln und bei Übergewicht das überschüssige Körpergewicht zu reduzieren.

Zwar begünstigt eine ungesunde Ernährung einen Typ-2-Diabetes, aber eine gute Therapie verzichtet in der Regel nicht komplett auf Zucker. Sie sollte stattdessen eine Ernährungsumstellung auf unterschiedlichen Ebenen anstreben.

myFoodDoctor: Was ist Diabetes mellitus und wie kann man es behandeln?

Wer unter Diabetes mellitus leidet muss regelmäßig seinen Blutzuckerspiegel messen. Typ-1-Patienten müssen sich daran gewöhnen. Wer Typ-2-Diabetes hat, kann über eine angepasste Ernährung seinen Diabetes verbessern.

Wie sollte ich mich mit Diabetes ernähren?

Wenn du an Diabetes leidest, solltest du deine Ernährung umstellen und mehr Bewegung in deinen Alltag einbringen. Finde Baustellen in deiner Ernährung, die du optimieren kannst. 

Wir haben dir hier einige Punkte zusammengefasst, die du für einen gesunden Blutzuckerspiegel in deinen Alltag einplanen solltest [5]:

  • Meide zuckerhaltige Getränke und trink lieber Wasser und ungesüßte Kräuter- sowie Früchtetees. Generell solltest du Lebensmittel reduzieren, die hohe Mengen Zucker enthalten.
  • Wechsel von Weißmehlprodukten zu Vollkornprodukten. Diese enthalten mehr Ballaststoffe, die dafür sorgen, dass die Kohlenhydrate langsamer aufgespalten werden und so den Blutzucker nur langsam anheben. 
  • Integriere mehr Hülsenfrüchte und Nüsse in deine Ernährung. Darin sind ebenfalls wertvolle Ballaststoffe enthalten.
  • Greif lieber zu fettarmen Fleisch- und Milchprodukten. 
  • Obst enthält zwar Fruchtzucker, der den Blutzuckerspiegel anhebt, doch das ist nicht kritisch. Iss zwei Portionen Obst über den Tag verteilt.

Außerdem: Meide Alkohol und Zigaretten. Wenn du Stress abbauen musst, helfen Entspannungsübungen am besten. Abgesehen davon ist regelmäßiger Sport auch wichtig!

Wie hilft die myFoodDoctor-App bei Diabetes?

Die myFoodDoctor-App hilft dir beim Erreichen deiner gesundheitlichen Ziele. Die App analysiert deine Ernährungsgewohnheiten und du erfährst, wo deine individuellen Baustellen liegen. Schritt für Schritt kannst du diese angehen und deinen Zielen immer näherkommen! Mit der App gelingt dir das!

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Zusammenfassung vom FoodDoc

  • Immer mehr Menschen erkranken an Diabetes mellitus. 
  • Die Zuckerkrankheit ist die Folge einer intakten Bauchspeicheldrüse, die das lebenswichtige Hormon Insulin nicht mehr bilden kann. 
  • Das Hormon Insulin senkt den Blutzucker. 
  • Man unterscheidet mehrere Typen: Die gängigsten sind Typ-1- und Typ-2-Diabetes. 
  • Ein Typ-1-Diabetes ist eine chronische Erkrankung, die auf eine Autoimmunreaktion zurückzuführen ist. Sie bedarf einer lebenslangen Insulintherapie, um den Blutzucker zu regulieren.
  • Ein Typ-2-Diabetes ist meistens die Folge eines ungesunden Lebensstils. Mithilfe der richtigen Ernährung und der Medikation kann er geheilt werden. 

Quellen