ChoViva – eine gesunde Schokoladenalternative?

Vielleicht hast du in letzter Zeit schon mal das Logo von ChoViva auf einer Keks- oder Süßigkeitenpackung entdeckt, das an eine Siegelform erinnert. Vielleicht ist es dir aber auch gar nicht aufgefallen, dass das, was du da isst, gar keine Schokolade ist.

Es ist braun, schmilzt in der Sonne und schmeckt schokoladig süß. Aber wenn es keine Schokolade ist, was ist ChoViva denn dann? ChoViva ist eine Schokoladenalternative und besteht größtenteils statt aus Kakao aus gerösteten Sonnenblumenkernen. Die weiteren Zutaten sind Haferflocken, Palmfett, Sheabutter, Aromen, Lecithin, Lebensmittelfarbe aus z. B. Johannisbeere und je nach Produkt Zucker, Karamellsirup etc. Wozu gibt es also diese Schokoladenalternative? Ist ChoViva gesünder als herkömmliche Schokolade?

Zwar bieten der Hafer und die Sonnenblumenkerne etwas mehr Protein als Kakaobohnen, doch die meisten Produkte, die ChoViva nutzen, sind Süßigkeiten. Daher gehen sie auch mit einem hohen Zucker- bzw. Fettanteil einher, da macht der evtl. etwas höhere Proteingehalt keinen Unterschied. Als reine Tafel ist ChoViva nicht zu kaufen, dementsprechend lässt sich auch die Reinform nicht mit echter Schokolade zu kaufen. Wer Schokolade mit einem zwar nicht gesunden, aber gesünderen Nährwertprofil möchte, sollte auf dunkle Schokolade in Maßen zurückgreifen. Die steht auf dem Spitzenplatz im Gesamtvergleich.

Was für manche Menschen Interessant sein kann: ChoViva enthält kein Theobromin und ist demnach nicht anregend bzw. wachmachend. Der Theobromingehalt in dunkler Schokolade oder Kakaopulver kann bei bis zu 26 mg/ g betragen und wirkt zwar sanfter als Koffein, aber langanhaltender. ChoViva enthält diesen Wirkstoff nicht und sollte dich damit nach einer abendlichen Nascherei auch nicht wachhalten.

ChoViva bietet vielleicht keinen klaren gesundheitlich positiven Aspekt im Vergleich mit Schokolade, kann jedoch in anderer Hinsicht punkten. Denn Sonnenblumenkerne lassen sich auch hier in Deutschland anbauen und rösten, das sorgt für eine bessere CO2-Bilanz. Außerdem unterliegt billige Schokolade dem Verdacht der Kinderarbeit und Ausbeutung. Somit ist ChoViva ethisch überlegen.

Somit kann das Fazit lauten: ChoViva mag zwar nicht gesünder sein als herkömmliche Schokolade, doch gibt es dennoch Anreize diese Produkte auszuprobieren und zu nutzen, wenn du gern zu einer Süßigkeit greifen möchtest.

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